unternehmensgründung  »Sozialversicherung
In welcher Sozialversicherung will ich versichert sein?

Diese Frage klingt vielleicht etwas merkwürdig, jedoch können Sie durch die Wahl der Rechtsform und Höhe Ihrer Beteiligung Ihre Pflichtversicherung beeinflussen und damit im Zusammenhang stehenden Kosten.

Ebenso unterscheidet sich das Leistungsrecht der einzelnen Sozialversicherungsträger.

Die häufigsten Pflichtversicherungen sind:

  • ASVG
  • GSVG
  • FSVG
Sie können durch die Wahl der Rechtsform und Höhe Ihrer Beteiligung am Unternehmen Ihre Pflichtversicherung beeinflussen und damit auch die damit im Zusammenhang stehenden Kosten.

Das ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz) ist die Pflichtversicherung der Dienstnehmer und der freien Dienstnehmer (Gebietskrankenkassen).
Als Dienstnehmer gelten auch geschäftsführende Gesellschafter einer GmbH, sofern ihr Beteiligungsverhältnis 25 % nicht überschreitet.

Das GSVG (Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz) ist die Pflichtversicherung der Gewerbetreibenden und der Neuen Selbständigen.(Download Erstinformation GSVG)
Dienstnehmer einer GmbH, die zu mehr als 25 % an der Gesellschaft beteiligt sind, sind nach dem GSVG sozialversicherungspflichtig.

Das FSVG (Sozialversicherungsgesetz der Freiberuflich Selbständig Erwerbstätigen) ist die Pflichtversicherung der freiberuflich Tätigen (Apotheker, Patentanwälte,...)

• Durch eine Gewerbeanmeldung begründet sich nicht nur die Mitgliedschaft zur Wirtschaftskammer sondern auch die Pflichtversicherung nach GSVG. Der Unternehmer ist somit kranken-, pensions- und unfallversichert. Pflichtversichert sind somit:

  • Einzelunternehmer
  • Gesellschafter einer OG
  • Komplementäre einer KG
  • Geschäftsführende (handelsrechtliche) Gesellschafter einer GesmbH (sofern sie in dieser Funktion nicht bereits nach ASVG pflichtversichert sind)


Beiträge zur Sozialversicherung:
Die jeweils aktuellen Sozialversicherungswerte finden Sie hier.


Wichtig: im GSVG ist eine Mindestbeitragsgrundlage vorgesehen von welcher die Beiträge auch dann zu entrichten sind, wenn die Einkünfte tatsächlich geringer sind oder Verluste erwirtschaftet werden. Nach oben hin erfolgt die Begrenzung durch die Höchstbeitragsgrundlage von € 4.690,- monatlich (Stand 2009).

Achtung Jungunternehmer! Für Gewerbetreibende, die sich erstmalig selbstständig machen, gelten im Gründungsjahr und den darauf folgenden 2 Kalenderjahren niedrigere Beitragsgrundlagen, die zu einem reduzierten Beitrag führen. Bitte beachten Sie, dass deshalb die Kosten für die Versicherung im 3.Jahr Ihres Unternehmertums aufgrund von Nachverrechnungen sprunghaft ansteigen können!

Einzelunternehmer können sich von der Kranken- und Pensionsversicherung befreien lassen. Auf Antrag können sich Kleingewerbetreibende (Einzelunternehmer, deren jährlicher Gewinn den Betrag von € 4.093,92 und deren jährlicher Umsatz (ab 2007) den Betrag von € 30.000,-- nicht übersteigt) von der Pflichtversicherung befreien lassen. Die Unfallversicherung (€ 94,08 jährlich) ist jedoch trotzdem zu entrichten.

  • Betriebliche Versicherungen
    Die Betriebshaftpflichtversicherung ist für jeden Unternehmer eine absolute Notwendigkeit; die richtig gewählte Deckungssumme minimiert das schwer kalkulierbare betriebliche Risiko bis auf die Höhe der Prämie.
  • Sachversicherungen
    Sie schützen vor Substanzverlusten bei Gebäuden, Waren, Einrichtungen, Datenträgern etc. Dazu zählen insbesondere die Feuer-, Einbruchdiebstahl-, Sturmschaden-, Leitungswasserschaden-, Maschinenbruch-, Elektrogeräte- und Computerversicherungen.
  • Vermögensschadenversicherungen
    Zur Abdeckung von entgangenen Erträgen (z. B. durch Maschinenstillstand) oder zur Abdeckung zusätzlicher Kosten (z. B. Rechtsanwaltskosten) aufgrund eines eingetretenen Schadens. Beispiele dafür sind: Betriebshaftpflicht-, Betriebsrechtsschutz-, Betriebsunterbrechungsversicherung (bei Krankheit, Unfall, Feuer, Maschinenschaden, …).
  • Personenversicherungen
    Wenn die versicherten Personen der Betriebsinhaber, Gesellschafter oder Arbeitnehmer des Betriebes sind. Das sind z. B. Lebens-, Kranken-, Unfall- und Abfertigungsversicherungen.
    Sie können neben bzw. zusätzlich zur gesetzlichen Sozialversicherung bei privaten Versicherungen abgeschlossen werden.





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